• Wieso benötige ich eine Pulsuhr?

    Posted on 18. Mai 2012 by Thomas Hartung in Alle, Körper, Wissen.

    Sport ist Mord. Ein Sprichwort, das hauptsächlich von Bewegungsmuffeln verwendet wird, jedoch einen wahren Kern beinhaltet: Man könnte sagen: “Falsch betriebener Sport ist Mord”. Klingt jetzt gefährlich, ist auch nicht ganz so akut “mordend”, aber oftmals unterschätzt man den Puls beim Sport. Bewegung ist nämlich nicht gleich Bewegung. Um Gewicht zu reduzieren sollte man sich im sogenannten Aeroben Pulsbereich bewegen. Dieser liegt so bei 70 – 80 % des Maximalpulses, also der höchsten Leistungsfähigkeit des Herzens. Im Aeroben Bereich wird die Sauerstoffversorgung noch durch den Körper sichergestellt und es werden vermehrt Kohlehydrate und Fette zur Energiegewinnung verwendet.

    Im Anaeroben Bereich, also dem Pulsbereich von 80-90 % der Leistungsfähigkeit, ist die Sauerstoffversorgung durch den Körper schwerer zu erbringen. Dieser Bereich wird von Leistungssportlern gezielt genutzt um die Leistungsfähigkeit noch einmal zu steigern. Die Gewichtsreduktion steigert das jedoch nicht und der Anaerobe Bereich ist für Nicht-Leistungssportler kontraproduktiv bis schädlich!

    Im “roten Bereich”, also über 90%, besteht die Gefahr von Herzproblemen. Diese Bereich sollte also grundsätzlich vermieden werden.

    Woher weiß ich meinen “Pulsbereich”?

     

    Moderne Pulsuhren bieten eine Meßautomatik, bei Polar beispielsweise heißt dieser Mechanismus “Own-Zone”. Diese Funktion findet sich meist erst in besser ausgestatteten Uhren der Marke und ist umstritten (siehe hier!).

    Eine Berechnung des Maximalpulses ist natürlich möglich, aber über die Aussagekraft kann man sicherlich ebenfalls streiten. Eine Berechnungsmöglichkeit findet sich hier.

    Richtig aussagekräftig ist eigentlich nur der Laktattest bei einem Sportmediziner. Dieser muß privat bezahlt werden, ist aber eine gute Investition um sich vor falschem Training, so weit wie vertretbar möglich, zu schützen.

    Fazit

     

    Man muß also beim Training ständig seinen Puls im Auge behalten. Ein guter Richtwert ist: Wenn man beim Laufen ohne Probleme mit seinem Mitläufer sprechen kann ist man in einem Aeroben Bereich. Kann man das überhaupt nicht mehr, weil man kaum noch Luft kriegt, ist das ein Zeichen für ein Übertraining. EIn Puls von 120 – 130 Schlägen pro Minute ist sicherlich ein brauchbarer Richtwert. Mit Dauer der sportlichen Aktivitäten wird dieser Pulsbereich (nach Wochen) immer schwerer zu erreichen sein. Auch das ist ein gute Zeichen für verbesserte Fitness. Der Ruhepuls, also der Puls ohne Aktivität, sollte bei steigender sportlicher Aktivität auch sinken.

     

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