• Weight Watchers bringen die erste App

    Posted on 30. Dezember 2011 by Thomas Hartung in Alle, Meinung, News.

    Was habe ich gewartet auf diese App! Als ich noch “aktiver” Weight Watcher war habe ich schon einige mobile Hilfsmittel verwendet um mir das “Abnehmleben” zu erleichtern. Weight Watchers bot damals, vor gut und gerne acht Jahren, nichts annähernd passendes an. Auf meinem alten Palm (ich war Palm-Besitzer der ersten Stunde und habe hier immer noch einen Tungsten E und TX rumliegen!) gab es einige Applikationen, die zumindest die ominösen Weight Watchers-Punkte ausrechnen konnten oder ein “händisches” Ernährungstagebuch zuliessen, freilich meist noch ohne ordentliche Lebensmitteldatenbank (siehe den Artikel über die SmartPhone-Apps). Die einzige Aktivität der “Gewichtsbeobachter” war damals, die Entwickler solcher Programme abzumahnen und die Einstellung der Entwicklung zu erzwingen (siehe hier). Klar, hinter Weight Watchers steckt ein Geschäftsmodell und man will sich sicherlich nur ungern die Butter vom Brot nehmen lassen, soweit kann ich das voll verstehen. Dass es aber fast zehn Jahre dauert bis dieser Markt dann auch bedient wird, findet hingegen garnicht mein Verständnis.

    Jedenfalls ist zu sagen, daß (zumindest die deutsche Version der App) das Programm auf den ersten Blick einen richtig guten Eindruck macht. Man mag von den Weight Watchers halten was man will, der Ansatz, zwingend für den Erfolg ein Ernährungstagebuch zu führen, erscheint mir für adipöse Menschen als der Richtige. Die Umrechnung in Punkte vereinfacht zwar vieles, findet man jedoch Lebensmittel nicht in der Datenbank oder der Lebensmittelliste, schaut man schnell alt aus. Meine Erfahrung mit der Online-Datenbank der WW´s ist zwar schon ein gutes Jahr alt, jedoch habe ich längst nicht annähernd so viele Lebensmittel gefunden wie in dem berühmten “Einkaufsführer” der Weight Watchers. Ob sich das geändert hat kann ich nicht sagen, da ich inzwischen meine Ernährung auf eine andere Basis umgestellt habe und damit auch schon über 50 Kilo abgenommen habe. Schauen wir uns aber die App mal genauer an:

    Die App ist kostenlos und sowohl für Mitglieder mit den abonnierten Online-Services der WWs als auch für Nicht-Mitglieder nutzbar. Den vollen Umfang kann man jedoch nur als Mitglied nutzen, ich kann leider nur die frei zugänglichen Punkte beschreiben. Das Menü begrüßt uns zuerst einmal mit verschiedenen Auswahlmöglichkeiten:

    Hier finden sich aktuelle Rezepte, natürlich mit Punktwerten, sowie Erfolgsgeschichten und interessante Artikel, die auch für Nicht-WWler interessant sein dürften, zum Beispiel 7 Strategien zum Abnehmen. Informationen über die Weight Watchers und Community-Funktionen runden die Sache ab, auch ein Einkaufsführer ist integriert.

    Die lustigste Funktion finde ich persönlich den Teil “Interaktive Drag Drop Tools”: Hier kann man sich zum Beispiel eine leere Pizza anzeigen lassen und hat daneben eine Zutatenliste. Die leere Pizza hat 6 Punkte. Legt man Zwiebeln drauf bleibt es bei den 6 Punkten, Salami erhöht den Genuss auf 8 Punkte! Die “voll bestückte” Pizza mit Salami, Zwiebeln usw. schlägt dann mit 13 Punkten zu Buche! Leider schweigt sich die App über die Portionsgröße aus: Für eine 32cm-Pizza wäre 13 Punkte schon ein ganz guter Deal ;-)

    Das interaktive Tool zeigt die Pizza dann natürlich auch mit den gewählten Belägen an! Eine wirklich gute Idee, wünschenswert für viele Lebensmittel, eventuell mit verschiedenen Saucen oder Beilagen!

    Alles in allem macht die App einen ganz netten Eindruck für den ersten Wurf. Der Weg ist, zumindest für Weight Watchers-Teilnehmer, sicherlich ein ganz interessanter. Auch ein großer Pluspunkt: Die App ist kostenlos verfügbar. Wer also ernsthaft mit den WWs abnehmen will und die passende “Hardware”, also ein iPad oder ein iPhone, besitzt, macht bestimmt mit dieser App nichts falsch. Mal sehen, wie sich das Online-Angebot noch entwickelt. Wird die Datenbank mal so umfangreich wie der Einkaufs- und der Restaurantführer, dann wird Weight Watcher sicherlich eine große, neue Fangemeinde bekommen: Jugendliche Leute, die technisch orientiert sind.

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